Artikel aus der Zeit vorgelesen - Konjunktion Jupiter/Venus
Bernhard legte seine Mondkarte in die Mitte, wir standen darum herum und diskutierten Aspekte der Mondtopologie.
Die erdzugewandte Seite des Mondes unterscheidet sich schon bei oberflächlichem Hinsehen stark von der erdabgewandten Seite. Während man auf der Vorderseite eine Mischung von großen Meeren, Kratern und anderen Formationen findet, fehlen die Meere auf der Rückseite fast völlig. Da Meere erkaltete Lavaseen sind, haben wir uns überlegt, daß aufgrund der Gezeitenkräfte Lava-Ausbrüche auf der erdzugewandten Seite begünstigt gewesen sein könnten.
Das führte uns zu der Frage, wie der Mond im Inneren aufgebaut ist. Er verfügt über einen kleinen flüssigen Kern, in dem sich Ladungsträger bewegen und ein sehr schwaches Magnetfeld hervorrufen.
An Mondformationen auf der Oberfläche lassen sich neben Meeren und Kratern auch Gebirgsketten und Rillen. Krater können noch Strahlen und Zentralberge aufweisen, deren Ursache in den Umständen des Meteoreinschlages zu suchen sind.
Beim Betrachten der Mondkarte fiel auf, daß der Mond am Himmel oder im
Teleskop anders aussieht. Die Karten sind perspektivisch falsch
gezeichnet (alle Formationen weisen Schatten auf, als habe jemand den
flachen Mond von der Seite beleuchtet - der Mond ist aber eine
Kugel). Außerdem ist der Kontrast verstärkt worden, damit die
Formationen leichter zu finden sind.
Als weitere Schritte bieten sich an: Zeichnen des Mondes, Lernen der Mondregionen.